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SYRIEN

WIE WIR HELFEN
Ernährung und Gesundheit Ernährung und Gesundheit
Wasser, Sanitär und Hygiene Wasser, Sanitär und Hygiene
Lebensgrundlagen Lebensgrundlagen
Politische Arbeit Politische Arbeit
KERNFAKTEN

Wir helfen seit:  2008

Mitarbeiter*innen:  69

Bevölkerung:  23,23 Mio.

Erreichte Menschen 2023:  809.340

Unterernährungsrate:   27,8 %

Wie ist die Situation in Syrien?

Seit 2011 ist die syrische Bevölkerung mit einer anhaltenden humanitären Krise konfrontiert, die mit jedem Augenblick größer zu werden scheint. Der unerbittliche Bürgerkrieg kostete knapp 600.000 Menschen das Leben. Weite Teile der Infrastruktur sind zerstört, die Gesundheitsversorgung und das Bildungssystem sind zusammengebrochen. Millionen Frauen, Männer und Kinder sind auf der Flucht. Es scheint, als würde der Konflikt in Syrien nie enden.

Es ist die größte Flucht- und Vertreibungskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Lebensumstände der Bevölkerung verschlechtern sich stetig. Viele syrische Geflüchtete suchen Zuflucht in den Nachbarländern Irak, Türkei, Libanon und Jordanien und leben dort in behelfsmäßigen Unterkünften, Rohbauten, Flüchtlingslagern oder bei Gastfamilien. In Syrien selbst sind über sechs Millionen Menschen auf der Flucht. 

Neben dem langwierigen Konflikt ist das Land mit zahlreichen Krisen konfrontiert: Menschen werden aus ihren Häusern vertrieben, Epidemien wie die Cholera breiten sich aus, Dürreperioden schaden der Landwirtschaft und Naturkatastrophen wie das verheerende Erdbeben im Februar 2023 sorgen für große Not.

Ende 2023 waren 16,7 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen. 90 Prozent der Bevölkerung sind unter die Armutsgrenze gefallen. Die Familien müssen sich zwischen Lebensmitteln, Schule, Medikamenten oder Treibstoff entscheiden, da sie sich nicht alles leisten können. Auch der Hunger bei Kindern steigt. Schätzungen zufolge leiden in Syrien mehr als 609.900 Kinder unter fünf Jahren an akuter Mangelernährung. Die Lebenserwartung der syrischen Kinder ist seit Beginn des Bürgerkrieges um 13 Jahre gesunken.

Wir sind trotz der schwierigen Lage vor Ort und leisten dringend benötigte Hilfe: Unsere Teams verteilen Trinkwasser, Hygiene- und Lebensmittelpakete an die Notleidenden und reparieren die zerstörte Infrastruktur. Zudem unterstützen wir Betroffene, die unter den Folgen von Krieg, Gewalt und Vertreibung leiden, durch psychologische Hilfe.

Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen?

Tag für Tag fordert der Konflikt in Syrien Opfer in der Zivilbevölkerung. Millionen Menschen haben das Land verlassen. Gewalt, Not und Hunger beherrschen den Alltag der Menschen. Die größte Herausforderung für Hilfsorganisationen in Syrien ist, Zugang zu den Betroffenen zu erlangen. Die angespannte Sicherheitslage führt dazu, dass Hilfe oft nur eingeschränkt möglich ist. Die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser stellt eine große Schwierigkeit dar, da die Wasserinfrastruktur stark zerstört oder gar nicht mehr vorhanden ist.

2020 wurden unsere Teams durch die Corona-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt. Trotzdem konnten wir über zwei Millionen Menschen erreichen – doppelt so viele wie im Jahr zuvor!

Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Syrien?

Aktion gegen den Hunger ist seit 2008 in Syrien aktiv und einer der wichtigsten Akteure, wenn es um Programme im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WaSH) geht.

  • In Katastrophensituationen sind wir vor Ort und leisten Nothilfe sowie psychosoziale Betreuung.
  • Wo es der Zugang erlaubt, sanieren wir vorhandene Wasserversorgungssysteme, Latrinen und Abwassersysteme. Ist dies nicht möglich, versorgen wir die Gemeinden mit Trinkwasser.
  • Wir verteilen Lebensmittel, Werkzeuge, Arbeitsmaterialien sowie Pflanzen und Samen zum Anbau von Gemüse.
  • Dank unserem Pilotprojekt nutzen wir Solarenergie zum Antrieb von Wasserpumpen.
  • Wir klären die Menschen über die Wichtigkeit von Hygienepraktiken auf, um das Risiko von Krankheitsausbrüche zu minimieren.

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